Lexikon Brautkleid

Um das Traumkleid zu finden sollte man sich viel Zeit nehmen, denn schließlich ist die Braut das optische Highlight einer Hochzeit. Wie ginge das ohne das passende Brautkleid?

Brautkleid: Stil

Die ersten überlegungen gehen in Richtung Farbe und Stil. Obwohl weiß immer noch zur beliebtesten Farbe dieses großen Tages zählt, findet das jedem Hautton schmeichelnde Off-White (auch unter Creme, Elfenbein oder Champagner bekannt) immer mehr Liebhaberinnen. Auch mit dem Stil des Kleides sollt man sich auseinander setzen, bevor man mit der engeren Auswahl beginnt. Soll es ein romantisches, mit Spitzen, Rüschen und Stoffrosen verziertes Kleid mit weit schwingendem Reifrock sein oder lieber eine elegante figurbetonende Robe mit verführerischem Rückendekolleté? Ein bodenlanges Prinzessinnenkleid mit Schleppe oder eher ein freches Mini-Kleidchen?

Was kostet ein Brautkleid

Auch der Preis spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Ein Brautkleid ist bereits ab 400 Euro erhältlich, wobei nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Die Hochzeitskleider von Promis oder Adeligen können auch schnell mal einen sechstelligen Betrag kosten. Wichtig für alle Bräute zu berücksichtigen sind auch die Accessoires. Denn kein Brautoutfit ist komplett ohne Ergäntungen wie Schleier, Handschuhe, Täschchen oder besondere Schmuckstücke.

Inspirationen zum Brautkleid finden

Erste Eindrücke vermitteln hier zahlreiche Zeitschriften und auch das Internet hält viele Informationen bereit. Nichts kann aber einen Besuch in einem Brautmodengeschäft ersetzten. Allein die Vorfreue ist ein solcher Besuch schon wert und die Beratung eines Experten darf auch nicht fehlen. So findet man garantiert das Kleid, das am besten zur Braut passt.

Der Kauf des Brautkleides

In der Regel kommt die Brautmutter oder die beste Freundin mit zur Auswahl und Anprobe. Der Bräutigam darf natürlich nicht mitkommen, er soll das Kleid ja erst am Tage der Hochzeit zu Gesicht bekommen, denn es heißt, es bringt Unglück, wenn er das Kleid schon vorher sieht. Auf jeden Fall sollte eine Vertrauensperson der Braut dem Shoppingerlebnis beiwohnen, damit die Braut eine ganz ehrliche Meinung erhält, welches Kleid denn nun am besten passt.

Das Brautkleid rechtzeitig kaufen

Mit dem Kauf bzw. der Auswahl des Brautkleides sollte früh genug begonnen werden. Drei bis vier Monate vor der Hochzeit sind hierbei zu empfehlen. Denn so hat man lange genug Zeit ein Kleid zu finden, wenn nicht gleich das erste das schönste ist. Und auch evtl. änderungen und Maßanpassungen können noch vorgenommen werden.

Ein bequemes Brautkleid finden

Wichtig ist natürlich, dass das Kleid gefällt, aber auch praktische Gesichtspunkte sollten nicht außer acht gelassen werden. Denn der Tag der Hochzeit ist lang und anstrengend. Man sollte sich in seinem Brautkleid so richtig wohl fühlen, beim Sitzen, Tanzen und diversen anderen Aktivitäten wie z.B. Spielen. Denn es bringt rein gar nichts, wenn das Kleid kneift und pikst und man es am liebsten in die Ecke werfen möchte. Während der Anprobe sollte man ausloten, was das Kleid alles so mitmacht. Wichtig auch bei Kleider mit Reifröcken – wie funktioniert der Gang zur Toilette?

Umstandskleider für die Hochzeit

Es ist nicht unüblich, dass Bräute bei Ihrer Hochzeitsfeier schwanger sind. In diesem Fall passt ein „normales“ Brautkleid meistens nicht. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto eher bieten sich Umstandskleider an. Zum Glück bietet die Umstandsmode inzwischen eine große Auswahl von eleganten Kleidern an.

Kosten des Brautkleids

Die Preisspannen bei Hochzeitskleider sind sehr groß, daher ist es sinnvoll sich vorher zu überlegen, wie viel man ausgeben möchte und welches Zubehör das Budget hergibt. Oft bieten Brautmodenstudios Vorführmodelle oder Kleider aus der vergangenen Saison wesentlich reduzierter an. Auch gibt es viele Hochzeitsmessen, auf denen Messepreise angeboten werden. Viele Brautmodengeschäfte verleihen auch Brautkleider oder schlußendlich einfach mal bei ebay reinschauen.

Die passenden Accessoires zum Kleid

Das Brautoutfit besteht nicht nur aus dem Hochzeitskleid, sondern ebenso aus Brautschuhen und Brautschmuck. Das heißt, man muss auch hierfür noch etwas Budget einplanen. In vielen Fachgeschäften kann man natürlich Kleid und Zubehör kaufen. Jedoch empfiehlt sich zum Sparen durchaus der Blick ins Internet. Mehr zu Brautschuhen gibt es in den Artikeln Brautschuhe – Brauch und Tradition und Bräuche rund um die Brautschuhe.

Das richtige Outfit für die standesamtliche Trauung

Für eine standesamtliche Trauung bietet sein ein Kostüm oder eine elegantes Abendkleid an. Daher ist das Outfit für´s Standesamt meist deutlich günstiger als jenes auf der Feier. Es ist aber auch möglich im Brautkleid vor den Standesbeamten zu treten.

Geschichte des Brautkleides

In Europa ist die traditionelle Farbe des Brautkleides weiß, denn weiß steht für die Reinheit und sexuelle Unberührtheit. Jedoch konnten sich wenige Bräute bis zur Mitte des 19. Jahrhundert ein weißes Brautkleid leisten. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts heirateten Bräute der Mittel- und Unterschicht in ihrem besten Kleid, das meistens schwarz war. Das weiße Brautkleid etablierte sich erst ab den 1920er Jahren. Als eine der ersten Bräute trug Maria de Medici im Jahre 1600 ein eierfarbenes Seidenkleid bei ihrer Vermählung mit Heinrich IV. 1813 gab es dann die erste Modezeitschrift für Brautmoden. Seit Beginn des 20. Jahrhundert setzte sich in vielen Bevölkerungskreisen das weiße Brautkleid durch. In den 1970er und 80er Jahren gab es den Trend zum Hosenanzug, der zwar immer noch weiß war, sich aber nicht unbedingt durchsetzte.