Lexikon Krawatte

Die ersten Krawatten gab es bereits im alten ägypten und auch im römischen Reich. Auf den Trajan-Säulen in Rom sind Krieger der Kohorten zu sehen, die ein geknotetes Tuch um den Hals tragen.

Die heutigen Krawatten verdanken ihrer Popularität einer Truppenparade im Jahr 1663 vor dem Schloss Versailes. An dieser Parade nahen auch Reiter aus Kroatien teil, die am Kragen ein Stück Stoff in Form einer Schleife befestigt hatten. Diese Mode zog die Aufmerksamkeit auf sich des Adels auf sich – die Geburtsstunde der Krawatte.

Umgangssprachliche wird die Krawatte auch Schlips genannt und ist im Grunde nichts anderes als ein längliches Stück Stoff, dass mit einem speziellen Knoten zu einem Hemd getragen wird. Die Krawatte ist ungefähr 140cm lang und an ihrem unteren Ende zwei- bis dreimal so lang wie am oberen Ende. Neben der Farbe und der Form der Krawatte hat der Knoten eine besondere Bedeutung. Es gibt ca. 180 verschiedenen Varianten, wie ein Krawattenknoten gebunden werden kann. Am bekanntesten ist der Windsor-Knoten.

Die Krawatte sollte so gebunden werden, das ihr Ende locker auf dem Hosenbund aufliegt. Um eine besonders lange Lebensdauer zu erreichen, sollte der Krawattenknoten nach jedem Tragen gelöst werden, damit sich der Stoff glätten kann.

Ursprünglich stammt die Krawatte von der Fliege ab. Die Enden der Fliege wurden im Laufe der Zeit immer länger bis zum heutigen Langbinder. Die Krawatte wird unter dem Hemdkragen getragen und verdeckt auf der Brust die Knopfleiste des Hemdes. Sie bildet einen Kontrast zu dem sonst meist dunklen einfarbigen Anzug.

Eine weitere Variante der Krawatte ist der breite Krawattenschal, der einmal locker geknotet zu einem offenen Hemdkragen getragen wird.

Zu einem Cut wird z.B. ein Plastron getragen, welches ebenfalls ein breiter Krawattenschal ist. Das Plastron besteht meist aus grauer Seide und wird mit einer Nadel in Position gehalten.

Krawatten sind aus Seide, Schurwolle, Baumwolle oder Polyester gearbeitet. Die jeweilige Breite hängt von der jeweiligen Mode ab, so gab es in den 1960er Jahren z.B. Krawatten die nach unten hin immer breiter wurden.

Zu einem schlichten Hochzeitsanzug bietet sich eine normale Krawatte am besten an.

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